Das Alter ist keine Schwäche, auch wenn das mancher glaubt

Wo immer man hinhört, kommt das Alter in Gesprächen denkbar schlecht weg. Vor allem Jüngere sind mit Prophezeiungen schnell bei der Hand: „Jeder kann Alzheimer bekommen – Jeder sei ein potenzieller Pflegefall – Die Lernfähigkeit (und so einiges mehr) hörten allmählich auf.“ Um nur einige zu nennen. Ich staune: Woher wissen die das so genau?

2 Kommentare

Vielen Dank für diesen gelungenen Blogartikel, der mir aus der Seele spricht. In unserer Gesellschaft ist ein defizitorientiertes Bild vom Alter weit verbreitet – trotz realer Gegebenheiten und wissenschaftlicher Einsichten (viele gesunde Langlebige, Neuroplastizität…). Das steckt auch in vielen Köpfen von „Betroffenen“.
Manchmal fragen mich meine Klienten: Was kann ich gegen Vorurteile von Führungskräften und Personalverantwortlichen gegenüber älteren Job-Bewerbern tun? …
Am besten fangen wir bei uns selbst an. „… die unruhige Lebensmitte ist keine Alterserscheinung, sondern ein Weckruf“ – genau. Ein Weckruf, tiefer in uns reinzuspüren, ungelebte – oder neue – Träume zu befreien und unsere Potenziale zu entfalten. Und wie du schreibst – wir dürfen neue Glaubenssätze entwickeln, die besser zu uns passen und Entwicklung unterstützen.
„Das Alter ist in Wirklichkeit keine Schwäche, sondern eine Zeit neu entdeckter Stärke.“ So wahr! Mit 30+ war ich deutlich weniger klar und selbstbewusst als mit 60+.
Herzlichst
Christine

Hallo, Christine,
herzlichen Dank für deine inspirierende Antwort. Ich freue mich, dass ich dich damit erreicht habe. Mir liegt das Thema, wie dir wohl auch, sehr am Herzen, weil soviel „Unfug“ über das Alter verbreitet wird. Ich gehe sogar soweit, dass nur ältere Menschen selber Experten in eigener Sache sind. Wer keine eigenen Erfahrungen hat, kann nicht mitreden, nur zuhören.
Herzlichen Gruß
Viktoria