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Poesie & Leben

Steige ein in deine Seele

Lust auf Leben

 ... ist die Initialtündung. Wenn dieses Bedürfnis geweckt ist, werden wir kreativ und begeben uns auf die Suche. Wonach? Nach dem Glück, nach unseren Wünschen und Bedürfnissen, nach unserem ureigenen Leben. Dafür müssen wir die Illusion loslassen, dass es gerade Wege zum Glück gibt. Zum Glück nicht, hätte ich fast gesagt. Auf dem Weg zu uns selber, werden wir all unseren versteckten Ängsten, Sorgen und Süchten begegnen - um sie loszulassen. Um wahrhaftig zu werden. Lust auf Leben ist Initialzündung und Wegweiser zugleich.

aktuelle_portrait

Stützen der Erinnerung

Erinnerungen ohne Stützen,
nachts verdunkeln sie den Geist
mit ihren Fluten.

Stützen der Erinnerung, nicht Auslöschung,
nur Ordnung. Ja, ich brauche Ordnung,
meine Erinnerungen sollen in Ordnung sein,
geordnet. Erinnerungsstützen ... wie Buchstützen?

Ich habe meine Tagebücher weggeschmissen,
all die schalen Erinnerungen an etwas,
was damals galt …

Und heute?

du leiser stiller atem du

ein kommen und ein gehen
in mir - wo gehst du hin, wenn
du aus mir heraus gegangen bist?

du leiser stiller atem du
wo kommst du her, was
bringst du mit von deiner reise –

wie trittst du erneut
in meine innenwelten -

du leiser stiller atem du ...

Kein eigenes Leid ... kein eigenes Leben

Dein Schmerz ist mir nah -
so ohnmächtig nah - ich fühle ihn täglich.

Ich habe keinen eigenen.

Dein Kummer fließt durch meine Adern
setzt sich ab an ihren Wänden - stündlich .

Leben mit deinem Kummer?

Eingehüllt in deinen Mantel hörte ich
sie immer wieder, diese Mahnung der Besorgnis:
"... zieh ihn an, mein Kind, sonst frierst du."

Du wolltest es einfach nicht sehen:
die viel zu langen Ärmel, die schweren, breiten
Schultern in einem viel zu schwarzen Farbe.

Auch meinen Gehorsam nicht. Ich hatte kein
eigenes Leben unter diesem fremden Mantel.

Angst vor Freiheit

Nun ist sie da die Weite
der Freiheit vor deinen Augen -
und die Seele deiner Sinne
taucht ein in ein großes Feld.

Doch du hättest den Blick
beinah wieder abgewandt
- aus alter Gewohnheit -

denn das von Angst umklammerte
Herz malt dir Schlimmstes aus
und sucht mit allen Hände
nach sicheren Grenzen.

An verschlossenen Türen und
sicheren Zäunen, schließlich

findet es wieder einmal Halt
in vertrauter Beschneidung.

 

Graue Mauern

Sie glaubten, sich schon lange zu kennen,
nur weil sie schon viel miteinander erlebt hatten.
Sie sind sich sehr vertraut, seit vielen Jahren,
er kennt jeden Winkel an ihr,
versteht aber meist nicht, was sie meint.

Trotzdem weiß er so oft schon im Voraus,
was sie sagt … und hält lieber den Mund.

Sie kann sein Schweigen einfach nicht mehr ertragen!
Er vollendet ihre Sätze und nimmt sich damit die Pointe.

Sie hat aufgehört, Fragen zu stellen,
aber die Antworten geistern um sie herum.

So treibt jeder von ihnen, viel zu lange schon,
dahin in seinem trüben Gewässer
und findet das völlig normal.

Nur der innere Frieden lässt auf sich warten,
will nicht einkehren in diesen grauen Mauern,
die Jahr für Jahr, Stein um Stein,
sehr sorgfältig und sicher errichtet wurden.

 

Jetzt

Jetzt geschieht Leben - jetzt atmest du.
Jetzt liebst du - jetzt oder nie!

Jetzt bist du Wolke am wolkenlosen Himmel,
später erst Regen und Sturm.

Jetzt, angestrahlt von der Sonne
in lichten Glanz gehüllt entscheidest du
dein Leben zu begrüßen - es einziehen zu lassen

in dein Herz,es dort zu umarmen

und eins zu werden mit seinem
gleichmäßigen Pochen
und in konzentrischen Kreisen
dich auszudehnen …
und auszudehnen …
auszudehnen …

Herbstzeitlose

Verhangene Wolken,
bleischweres Wasser,
Schwermut in den Baumwipfeln
alle wissen Bescheid.

Ein kleines Blau schaut durch die Wolken
der Himmel lockt mit großem Dekolleté zu
tiefen Einblicken, freigegeben vom Wolkenkleid,
das locker und heiter den Himmel verkleidet.

Der wissende Herbst öffnet seine Pforten,
du kannst hindurchgehen, wenn du Lust hast,
und aufbrechen und loslassen...

und mit den Drachen fliegen.

Die Autorin

 

Warum sollten Sie das, was ich schreibe nun lesen?

Diese Frage stellt sich wohl jeder beim Kauf eines Buches. Nun, von „sollen“ kann ja keine Rede sein, sondern davon, sich auf Gedanken, Einsichten und eventuell sogar Utopien anderer einzulassen. Jedes Buch, das Sie lesen, jeden Ratgeber, den Sie durcharbeiten, jedes Gedicht, das Sie auf sich wirken lassen, ist eine Einladung, den eigenen Horizont zu überschreiten. Deshalb kaufen wir doch Bücher, oder?

Nicht ganz. Wir möchten auch bestätigt werden. Das geschieht, wenn wir uns in den Gedanken anderer wieder erkennen oder uns einem Zirkel, der unsere Meinung teilt, zugehörig fühlen. Auch die Ratgeber tun uns gut, denn wir brauchen andere Menschen, die etwas geschafft haben, was wir noch vor uns haben. Als Positionsleuchte sozusagen. Und ihrem gewusst wie.

Könnte darin die Antwort auf die Frage liegen, warum sie auf dieser schönen Internetseite stöbern, klicken, lesen sollten? Wir müssen Viele werden.

Mit den allerbesten Grüßen
Ihre Viktoria Hammon

P.S.: Mein Lebensmotto lautet: Die Liebe zum Leben ist das Maß aller Dinge. In diesem Geist schreibe ich meine PoesieGeschichten.

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